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Ausstellung im Hafenmuseum Hamburg: "Heizer, Köche & Container. China in Hamburg"

China und Hamburg liegen weit voneinander entfernt und haben doch viele Berührungspunkte. Die Geschichte der gegenseitigen Beziehungen ist alt und vielschichtig. Hamburger Kaufleute betrieben seit dem 19. Jahrhundert Handel in chinesischen Hafenstädten wie Hongkong und Shanghai. Weniger bekannt ist hingegen die Geschichte von „China in Hamburg“. Doch auch viele Chinesen gelangten in die Hansestadt wie Seeleute, die seit 1890er Jahren als Heizer auf Dampfschiffen arbeiteten und auf diese Weise in den Hamburger Hafen kamen. In den 1920er Jahren entstand sogar eine kleine "Chinatown", ein "Chinesenviertel" in der Schmuckstraße in St. Pauli. Chinesische Seeleute und Migranten stießen anfangs auf Ablehnung seitens der Polizei und Gerüchte über geheime Tunnel machten die Runde. Die chinesischen Stätten und Lokale faszinierten aber auch aufgrund ihrer fremden Atmosphäre und unbekannten kulinarischen Genüsse. Im „Dritten Reich“ wurden die Chinesen zunehmend verfolgt: Am 13. Mai 1944 verhaftete die Gestapo 129 Männer im Zuge der „Chinesenaktion“. Mindestens 17 Chinesen starben an den Folgen der Misshandlungen und der Zwangsarbeit im „Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg“.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzte dann auch und gerade in Hamburg der Siegeszug der China-Restaurants ein. Seit den 1980er Jahren nahm die Zahl von Firmen aus der Volksrepublik China kontinuierlich zu, um deren Niederlassung sich der Hamburger Senat verstärkt bemühte. 1986 entstand die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai, welche die kulturellen und nicht zuletzt wirtschaftlichen Verbindungen intensivierte. Immer mehr chinesische Waren durchliefen den Hamburger Hafen; gegenwärtig kommen rund ein Drittel aller Container aus Chinas. Die wirtschaftlichen Beziehungen ließen auch die chinesische Community wachsen – heute leben rund 15.000 Chinesinnen und Chinesen in der Hansestadt.

Die Ausstellung widmet sich als erste überhaupt der Geschichte der chinesischen Migration in Hamburg. Die Texttafeln sind auf deutsch und chinesisch verfasst, ausgewählte Exponate wie Seemannsbücher, zeitgenössische und persönliche Dokumente u.a.m. ergänzen die Ausstellung, die noch noch bis zum 27. Oktober im Hafenmuseum Hamburg zu sehen ist. Darüber hinaus werden Rundgänge, Vorträge und Hafenrundfahrten angeboten.

Veranstaltungsort:

Hafenmuseum Hamburg

Kopfbau des Schuppens 50A

Australiastraße

Anfahrt:

Mit Bahn und Bus:
Fahren Sie mit der S-Bahn bis Bahnhof Veddel – BallinStadt. Ausgang Nord (Hafen) nutzen. Durchgang in den Freihafen, Bushaltestelle Veddel West. Von dort mit dem Bus Linie 256 zur Australiastraße / Hafenmuseum.
Bitte berücksichtigen bei Ihrer Planung das Hafenmuseum Hamburg zu besuchen, dass der Bus 256 nicht sonntags fährt. Der Fußweg von der S-Bahnhaltestelle “Veddel” bis zum Hafenmuseum Hamburg über den Veddeler Damm beträgt etwa 1,5 km.

Mit dem Fahrrad:
Fahren Sie mit Ihrem Fahrrad durch den alten Elbtunnel, von dort sind es noch ca. 4 km.

Mit dem Auto:
Von der Innenstadt kommend fahren Sie über Versmannstraße und Elbbrücken in den Freihafen, Veddeler Damm. Sollten Sie über die A7 kommen, fahren Sie über die Köhlbrandbrücke auf den Veddeler Damm. Im Freihafen folgen Sie den Schildern “Schuppen 50 - 52”.
Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

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