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"Swingtanzen verboten"

Swingjugendliche auf St. Pauli in den 1930er und 1940er Jahren

Sie wollten eigentlich nur ihre Musik hören – doch diese galt den Machthabern als "undeutsch, entartet und widerliches Gequäke". Mit ähnlichen Attributen wurden ihre Anhänger – die Swing-Heinis, Swing-Girls, Hotboys oder Swingcats – versehen. Ihre auffällige Kleidung, die langen Haare und ihre legere Lebensweise machte sie in den Augen der Nationalsozialisten zu "degenerierten, kriminellen und asozialen Elementen".
Schon kurz nachdem Mitte der 1920er Jahre Jazz und Swing von USA nach Deutschland kamen, war diese Musik vielen Deutsch–Nationalen ein Dorn im Auge. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten tauchten immer mehr "Swing tanzen verboten" Schilder in den Tanzcafés auf. 1935 gab es ein offizielles Verbot für den Swing und nach Kriegsbeginn kam es zu massiver Verfolgung bis hin zu zahlreichen Verhaftungen von Swing-Anhängern.
Am Mittwoch, den 3. Mai 2017 begeben wir uns auf Spurensuche zu den Treffpunkten der Swing-Enthusiasten und Wirkungsstätten ihrer Idole. Unser Rundgang zeigt die Szene von den Tanzpalästen, in den die Jazzgrößen der Zeit auftraten, bis zu den einschlägigen Eckkneipen, wo im Hinterzimmer trotz Verbot und Razzien nach Koffergrammofon-Musik gehottet wurde.

Leitung: Elke Groenewold
Tel.: 0175 6811587

nächste Termine:

Mittwoch 3.05.2017 18:30 Uhr

Mittwoch 26.07.2017 18:30 Uhr

Mittwoch 4.10.2017 16:00 Uhr

Treffpunkt: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn