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| Rundgänge 2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Stationen und Themen des Rundgangs:• die Wohlwillstraße als Beispiel für Arbeiterwohnungsbau in St. Pauli ab den 1860er Jahren • ehem. Grenzgang an der Paul-Roosen-Straße • ehem. Jüdisches Krankenhaus an der Simon-von-Utrecht-Straße • Schmuckstraße mit ehem. "Chinatown" • Große Freiheit • altes und neues Vergnügen rund um die Reeperbahn und Spielbudenplatz • Davidstraße und Herbertstraße • Bavaria-Quartier u.a.m. Wenn es nicht gerade mal wieder Live-Übertragungen von Fußballsspielen auf Großleinwänden sind, sind es die vielen Theater-, Musical- und Konzertangebote, die seit einigen Jahren wieder Menschenmassen auf die Reeperbahn und den Spielbudenplatz locken.Der Rundgang führt vom Millerntor bis zur Großen Freiheit und erzählt von der glanzvollen Theater- und Kulturgeschichte vergangener Tage und von heutigen Vergnügungsangeboten. Bei Tageslicht offenbart sich aber auch das andere Gesicht der vermeintlich bekannten Meile, das sich nicht hinter grellen Fassaden verstecken kann. Ein Blick in die Nebenstraßen vermittelt einen Eindruck in die Wohnquartiere, die sich unmittelbar an das "lustige" und "liederliche" Vergnügungsviertel anschließen. Auch wenn das Schanzenviertel nun offiziell nach Altona eingemeindet wurde, führt das St. Pauli-Archiv weiterhin regelmäßig durch dieses vielseitige und spannende Quartier, das heute dank umfangreicher Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen als "Trendviertel" gehandelt wird. Der Rundgang befasst sich u.a. mit der Geschichte des Wasserturms und seiner heutigen Nutzung als Nobelhotel sowie mit den (immer noch aktuellen) Auseinandersetzungen um den Erhalt der Roten Flora. Dabei geht es auch um den Strukturwandel am Schulterblatt und in der Schanzenstraße sowie um die veränderte Nutzung des Schlachthofgeländes. Was macht den besonderen Reiz dieses Viertels für AutorInnen aus? Wie ist ihr Blick auf unseren Stadtteil? Der Rundgang wird sozusagen als "Wander-Lesung" verschiedene Schauplätze der St. Pauli-Literatur aufsuchen. Vor Ort wollen wir den Blick zwischen literarischer Vorlage und Realität schweifen lassen und versuchen, das durch die Lektüre vermittelte St. Pauli-Bild zu überprüfen. Natürlich ohne dass der Lese-Spaß dabei auf der Strecke bleibt! Brauquartier. Tanzende Türme, Spielbudenplatz. Empire Riverside, Eigentumswohnungen. Maklerpoesie.Die Mieten steigen - St. Pauli ist nicht mehr für alle da. Die Gentrifizierung ist auch in St. Pauli seit 25 Jahren wirksam. Der Rundgang beschreibt St. Pauli-Süd im Wandel vom "sozialen Brennpunkt" zum "Boomtown". Als "Tor zur Welt" wurde Hamburg mit seinem Hafen im 19. Jahrhundert zur Metropole des deutschen Kolonialreichs in Übersee.Zwischen City und Hafenrand erzählen die Börse, alte Speicher, Kontorhäuser, Hafenanlagen, Kirchen und Denkmäler Geschichten von Schnapsexporten nach Afrika, von hanseatischer Kanonenbootpolitik, von "Deutschen Kamerunbananen" und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in "Deutsch-Südwestafrika". Englische Tuchimporteure, portugiesische Zuckerbarone und preußische Sklavenhändler machten Hamburgs Neustadt seit dem 17. Jahrhundert zur Drehscheibe im aufblühenden Welthandel. Später wurde auch die benachbarte Vorstadt St. Pauli von Hamburgs Entwicklung zum "Tor zur Welt" erfasst.Tropeninstitut und Deutsche Seewarte siedelten sich auf der "Hafenkrone" an, am Spielbudenplatz und auf dem "Dom" wurden exotische Fantasiewelten inszeniert. Bismarckdenkmal und eine Gedenktafel im Michel unterstrichen Hamburgs Rolle als Kolonialmetropole. Vom "Hafenbüro" in der Neustadt aus organisierten aber auch schwarze Seeleute den internationalen Kampf gegen Rassismus und Ausbeutung. Die Entwicklung Altonas zur zweitgrößten dänischen Stadt, St. Paulis Ruf als berühmtester Hamburger Stadtteil: Mehr als 400 Jahre Einwanderung haben hier Spuren hinterlassen.Ob chinesische Matrosen im "China Town" nahe der Grenze nach Altona oder Religionsflüchtlinge wie z.B. die Mennonitengemeinde in der Großen Freiheit - MigrantInnen aus aller Welt haben diesen beiden Orten ihren Stempel aufgedrückt. Zwischen Königstraße, Paul-Roosen-Straße und Elbufer geht dieser Rundgang der Einwanderungsgeschichte und -gegenwart nach. 150 Jahre Karolinenviertel zwischen Angesagt und AusgestoßenDie Messeerwei-terung, trendige Läden, schön sanierte Hinterhöfe und etablierte Wohnprojekte machen "Das Karo" aktuell zu einem der angesagtesten Stadtteile. Gleichzeitig finden wir Spuren aus zwei Jahrhunderten Geschichte. Waren es früher der Schlachthof, Paradeaufmärsche und Einrichtungen höherer Gefahrenstufen, die den Stadtteil prägten, so sind es heute der Dom, die Messen und andere Events - lauter Nutzungen, die die Stadt Hamburg seit Jahrhunderten aus ihrem Kernstadtbereich auslagerte. Stationen und Themen des Rundgangs: • Gnadenkirche und Karolinenplatz • Wohnprojekte • Wohnhöfe, Terrassen und Passagen, Budenreihe in der Marktstraße • Schlachthof und alte Rinderschlachthalle • Messe Die Grünanlage Planten un Blomen hat eine wechselvolle Geschichte anzubieten: 1713 wurden hier Pestfriedhöfe angelegt und ab 1794 verlegten auch die Hamburger Pfarrkirchen ihre Begräbnisplätze vor die Wälle. Ein letztes Relikt dieser Zeit ist die "St. Petri Todtencapelle" an der St. Petersburger Straße. 1861 eröffnete der Zoologische Garten, der sich auf diesem Gelände bis zum Ersten Weltkrieg hielt. Mit der "Niederdeutschen Gartenschau" 1935 wurde dieses Gebiet als öffentliche Grünanlage neu gestaltet und erhielt den Namen Planten un Blomen. Und die alten Begräbnisplätze sind seit 1953 der Standort des Messegeländes. Der Rundgang befasst sich mit den verschiedenen Nutzungen dieses Geländes, wobei die Botanik im Hintergrund steht. Der Hamburger Fischmarkt - heute bekannt als Touristenattraktion, über die Minerva auf ihrem Brunnen wacht. Wussten Sie, dass hier früher die Städte Altona und Hamburg ihren Wettstreit um die Vorherrschaft im Fischereiwesen und Fischgroßhandel, als Fischereihafen austrugen? Zwei große Fischauktionshallen dicht nebeneinander kündeten noch bis in die 1970er Jahre davon, die eine auf altem Hamburger Gebiet, die andere – inzwischen restaurierte – in Altona. Unter sachkundiger Führung entdecken Sie verborgene Spuren der beiden Fischmärkte, hören Geschichten aus ihrer Entwicklung und von Fabriken und Gewerbebetrieben am Hafenrand, von mancher Altonaer und Hamburger "Abrissgeschichte". Auch die spannende Odyssee der Minerva, die bereits 1742 zum ersten Mal über den Altonaer Fischmarkt wachte, kommt auf diesem Feierabendspaziergang nicht zu kurz. |
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