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  Rundgänge 2012  
  Rundgänge nach Terminen sortiert       Unsere Rundgänge zum Download als PDF-Datei.  
 
 
So., 1. Juli, 14 Uhr
So., 4. September, 14 Uhr
 

St. Pauli von A - Z

Geschichte und Gegenwart eines einzigartigen Stadtteils
Treff: St. Pauli-Archiv, Wohlwillstr. 28
So., 24. Juni, 14 Uhr
So., 5. August, 14 Uhr
 

St. Lustig und St. Liederlich

Vorder- und Hintergründiges entlang der Reeperbahn
Treff: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn
So., 22. April, 15 Uhr
So., 3. Juni, 15 Uhr
So., 12. August, 15 Uhr
So., 9. September, 15 Uhr
 

... und abends in die Flora

Aktuelles und Historisches zwischen Wasserturm, Schlachthof und Flora
Treff: S-Bahn Sternschanze, Ausgang Schanzenstraße
Sa., 9. Juni, 14 Uhr
Sa., 11. August, 14 Uhr
 

Reclaim your Vorstadt

Initiative gegen die Vermarktung St. Paulis von der Schanze bis zur Reeperbahn
Treff: vor dem Haus Ludwigstraße 11
Mi., 25. April, 17 Uhr
Mi., 22. August, 18 Uhr
 

St. Pauli zwischen zwei Buchdeckeln

Der Blick auf unseren Stadtteil in der Literatur
Treff: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn
Sa., 19. Mai, 14 Uhr
So., 29. Juli, 14 Uhr
Sa., 18. August, 14 Uhr
So., 18. September, 14 Uhr
 

Boomtown St. Pauli

Zur Gentrifizierung in St. Pauli-Süd
Treff: Hein-Köllisch-Platz 12 (vor dem Kölibri)
Mi., 20. Juni, 18 Uhr
Mi., 26. September, 17 Uhr
 

Swingtanzen verboten

Swingjugendliche auf St. Pauli in den 1930er und 1940er Jahren
Treff: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn
Do., 10. Mai, 17 Uhr
Do., 21. Juni, 17 Uhr
Do., 16. August, 17 Uhr
Do., 27. September, 17 Uhr
 

Branntwein, Bibeln und Bananen

Hamburgs Kolonialgeschichte
Treff: vor dem Haupteingang des Rathauses
(in Kooperation mit Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. (Veranstalter) in Kooperation mit dem St. Pauli-Archiv)
So., 29. April, 14 Uhr
So., 8. Juli, 14 Uhr
 

Daheim in der Fremde

Einwanderung in St. Pauli und Altona
Treff: Hauptkirche St. Trinitatis Altona, Kirchenstraße
(in Kooperation mit Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.)
Sa., 5. Mai, 14 Uhr
Sa., 16. Juni, 14 Uhr
Sa., 15. September, 14 Uhr
So., 30. September, 15 Uhr
 

Zwischen Angesagt und Ausgestoßen

150 Jahre Leben im Karolinenviertel
Treff: U-Bahn Messehallen, Ausgang Karolinenstraße
Mi., 21. März, 17 Uhr
Mi., 18. Juli, 18 Uhr
 

Von Zarenkutschen und Nobelfüllern

Industriestandort St. Pauli-Nord
Treff: U-Bahn Messehallen, Ausgang Karolinenstraße
So., 10. Juni, 15 Uhr
 

Engel und andere widerständige Kräfte rund um die St. Pauli-Kirche

Historische Entdeckungstour in St. Pauli-Süd
Treff: S-Bahn Reeperbahn, Ausgang Fischmarkt
Mi., 23. Mai, 18 Uhr
Mi., 12. September, 18 Uhr
 

Friedhof, Tierpark, Gartenschau

Zur wechselvollen Geschichte von Planten un Blomen
Treff: Planten un Blomen, Eingang Stephansplatz (Eisladen)
 
Kosten für alle Rundgänge: 8,- € (ermäßigt 4,- €), Anmeldung ist nicht erforderlich!
Neben den festen Terminen werden alle Rundgänge - bei Bedarf auch zu anderen Themen - auch nach Vereinbarung durchgeführt.
Fragen Sie uns an!
Hafenrundfahrten und weitere spannende Rundgänge macht die Hafengruppe Hamburg.

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Stationen und Themen des Rundgangs:

• die Wohlwillstraße als Beispiel für Arbeiterwohnungsbau in St. Pauli ab den 1860er Jahren
• ehem. Grenzgang an der Paul-Roosen-Straße
• ehem. Jüdisches Krankenhaus an der Simon-von-Utrecht-Straße
• Schmuckstraße mit ehem. "Chinatown"
• Große Freiheit
• altes und neues Vergnügen rund um die Reeperbahn und Spielbudenplatz
• Davidstraße und Herbertstraße
• Bavaria-Quartier u.a.m.
Wenn es nicht gerade mal wieder Live-Übertragungen von Fußballsspielen auf Großleinwänden sind, sind es die vielen Theater-, Musical- und Konzertangebote, die seit einigen Jahren wieder Menschenmassen auf die Reeperbahn und den Spielbudenplatz locken.
Der Rundgang führt vom Millerntor bis zur Großen Freiheit und erzählt von der glanzvollen Theater- und Kulturgeschichte vergangener Tage und von heutigen Vergnügungsangeboten. Bei Tageslicht offenbart sich aber auch das andere Gesicht der vermeintlich bekannten Meile, das sich nicht hinter grellen Fassaden verstecken kann. Ein Blick in die Nebenstraßen vermittelt einen Eindruck in die Wohnquartiere, die sich unmittelbar an das "lustige" und "liederliche" Vergnügungsviertel anschließen.
Auch wenn das Schanzenviertel nun offiziell nach Altona eingemeindet wurde, führt das St. Pauli-Archiv weiterhin regelmäßig durch dieses vielseitige und spannende Quartier, das heute dank umfangreicher Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen als "Trendviertel" gehandelt wird. Der Rundgang befasst sich u.a. mit der Geschichte des Wasserturms und seiner heutigen Nutzung als Nobelhotel sowie mit den (immer noch aktuellen) Auseinandersetzungen um den Erhalt der Roten Flora. Dabei geht es auch um den Strukturwandel am Schulterblatt und in der Schanzenstraße sowie um die veränderte Nutzung des Schlachthofgeländes.
Jahrhundertelang lag Sankt Pauli vor den Toren der Festung Hamburg: Reeperbahn und Landungsbrücken im Süden – Pesthof, Müllhalde und der Kampfposten Sternschanze im Norden. Ausgegrenzt nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinne.

Dieser Outlaw-Status wird inzwischen zunehmend vermarktet – zu Gunsten des Unternehmens Hamburg und auf Kosten der Menschen, die anders sind als der Mainstream der Bevölkerung. Doch Sankt Pauli wäre nicht Sankt Pauli, würden hier nicht an vielen Ecken Gegenentwürfe entstehen, die Politik und Wirtschaftslobby ins Schwitzen bringen: Der Rundgang lädt ein zu einer Entdeckungsreise der unterschiedlichsten Projektbeispiele in Karo, Schanze und Sankt Pauli Nord.
Schon seit Jahrzehnten dient St. Pauli als malerischer oder verruchter Schauplatz für Film- und Fernsehproduktionen. Doch auch die Literatur lässt zunehmend ihre Protagonisten in unserem Stadtteil aktiv werden. Mit mehr oder weniger blutigem Ausgang verbringen diese ein "St. Pauli-weekend" (Gerlach) oder eine lange "St. Pauli-Nacht" (Göhre). Meist sind es mehr oder weniger ernsthafte Kriminalromane, deren Handlungsstränge zwischen Elbe und Heiligengeistfeld verlaufen. Auch die stetig wachsende Zahl historischer Hamburg-Romane kommen selten ohne wenigstens eine St. Pauli-Szene aus. Und nicht nur für SchriftstellerInnen und DrehbuchautorInnen fiktiver Geschichten unserer Tage - bereits die Verfasser von Reisebeschreibungen vergangener Jahrhunderte kamen (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht an St. Pauli vorbei.
Was macht den besonderen Reiz dieses Viertels für AutorInnen aus? Wie ist ihr Blick auf unseren Stadtteil?
Der Rundgang wird sozusagen als "Wander-Lesung" verschiedene Schauplätze der St. Pauli-Literatur aufsuchen. Vor Ort wollen wir den Blick zwischen literarischer Vorlage und Realität schweifen lassen und versuchen, das durch die Lektüre vermittelte St. Pauli-Bild zu überprüfen. Natürlich ohne dass der Lese-Spaß dabei auf der Strecke bleibt!
Brauquartier. Tanzende Türme, Spielbudenplatz. Empire Riverside, Eigentumswohnungen. Maklerpoesie.
Die Mieten steigen - St. Pauli ist nicht mehr für alle da. Die Gentrifizierung ist auch in St. Pauli seit 25 Jahren wirksam. Der Rundgang beschreibt St. Pauli-Süd im Wandel vom "sozialen Brennpunkt"
zum "Boomtown".
Sie wollten eigentlich nur ihre Musik hören – doch diese galt den Machthabern als "undeutsch, entartet und widerliches Gequäke". Mit ähnlichen Attributen wurden ihre Anhänger – die Swing-Heinis, Swing-Girls, Hotboys oder Swingcats – versehen. Ihre auffällige Kleidung, die langen Haare und ihre legere Lebensweise machte sie in den Augen der Nationalsozialisten zu "degenerierten, kriminellen und asozialen Elementen".
Schon kurz nachdem Mitte der 1920er Jahre Jazz und Swing von USA nach Deutschland kamen, war diese Musik vielen Deutsch–Nationalen ein Dorn im Auge. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten tauchten immer mehr "Swing tanzen verboten" Schilder in den Tanzcafés auf. 1935 gab es ein offizielles Verbot für den Swing und nach Kriegsbeginn kam es zu massiver Verfolgung bis hin zu zahlreichen Verhaftungen von Swing-Anhängern.
Am Mittwoch, den 14. September 2011 begeben wir uns auf Spurensuche zu den Treffpunkten der Swing-Enthusiasten und Wirkungsstätten ihrer Idole. Unser Rundgang zeigt die Szene von den Tanzpalästen, in den die Jazzgrößen der Zeit auftraten, bis zu den einschlägigen Eckkneipen, wo im Hinterzimmer trotz Verbot und Razzien nach Koffergrammofon-Musik gehottet wurde.
Als "Tor zur Welt" wurde Hamburg mit seinem Hafen im 19. Jahrhundert zur Metropole des deutschen Kolonialreichs in Übersee.
Zwischen City und Hafenrand erzählen die Börse, alte Speicher, Kontorhäuser, Hafenanlagen, Kirchen und Denkmäler Geschichten von Schnapsexporten nach Afrika, von hanseatischer Kanonenbootpolitik, von "Deutschen Kamerunbananen" und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in "Deutsch-Südwestafrika".
Die Entwicklung Altonas zur zweitgrößten dänischen Stadt, St. Paulis Ruf als berühmtester Hamburger Stadtteil: Mehr als 400 Jahre Einwanderung haben hier Spuren hinterlassen.
Ob chinesische Matrosen im "China Town" nahe der Grenze nach Altona oder Religionsflüchtlinge wie z.B. die Mennonitengemeinde in der Großen Freiheit - MigrantInnen aus aller Welt haben diesen beiden Orten ihren Stempel aufgedrückt.
Zwischen Königstraße, Paul-Roosen-Straße und Elbufer geht dieser Rundgang der Einwanderungsgeschichte und -gegenwart nach.
Die Messeerweiterung, trendige Läden, schön sanierte Hinterhöfe und etablierte
Wohnprojekte machen "Das Karo" aktuell zu einem der angesagtesten Stadtteile.
Gleichzeitig finden wir Spuren aus zwei Jahrhunderten Geschichte. Waren es früher der Schlachthof, Paradeaufmärsche und Einrichtungen höherer Gefahrenstufen, die den Stadtteil prägten, so sind es heute der Dom, die Messen und andere Events – lauter Nutzungen, die die Stadt Hamburg seit Jahrhunderten aus ihrem Kernstadtbereich auslagerte.
Die Gegend des nördlichen St. Paulis war bereits im 18. Jahrhundert eine Art frühes "Gewerbegebiet" - daran erinnern bis heute die Straßennamen Ölmühle und Glashüttenstraße. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Terrain der Carolinenstraße als "Fabrikgegend" bezeichnet, wo die Einrichtung einer weiteren "e;chemischen Fabrik"e; keine Nachbarn belästigen würde...
Im Laufe des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann zwischen Karolinenstraße und Schulterblatt alles nur Erdenkliche produziert und verarbeitet: Maschinen, Seife, Wolle, Möbel und Klaviere. Es gab eine Eisengießerei und eine Gewürzmühle. Selbst Kutschen und später Automobile wurden hier gebaut.
Begeben wir uns auf Spurensuche nach St. Paulis industrieller Vergangenheit und entdecken wir die Wurzeln namhafter Betriebe wie Steinway, Douglas, Heidenreich & Harbeck, Triton-Belco oder Montblanc.
St. Pauli-Süd, zwischen der sündigen Meile Reeperbahn und dem Hafen gelegen – in diesem alten Arbeiterviertel gab es immer "Engel", die sich für die Menschen und das Viertel einsetzten. Einfallsreich trotzten sie den Verhältnissen. Manche wurden berühmt, andere wurden lange verkannt oder sind vergessen. Kommen Sie mit auf eine zweistündige Spurensuche zu Hein Köllisch, Bertha Kayser und Clemens Schultz und lassen Sie sich überraschen von heutigen kreativen Ideen und erfolgreichem Widerstand zum Wohl aller Anwohnerinnen und Anwohner rings um die St. Pauli-Kirche.
Die Grünanlage Planten un Blomen hat eine wechselvolle Geschichte anzubieten: 1713 wurden hier Pestfriedhöfe angelegt und ab 1794 verlegten auch die Hamburger Pfarrkirchen ihre Begräbnisplätze vor die Wälle. Ein letztes Relikt dieser Zeit ist die "St. Petri Todtencapelle" an der St. Petersburger Straße. 1861 eröffnete der Zoologische Garten, der sich auf diesem Gelände bis zum Ersten Weltkrieg hielt. Mit der "Niederdeutschen Gartenschau" 1935 wurde dieses Gebiet als öffentliche Grünanlage neu gestaltet und erhielt den Namen Planten un Blomen. Und die alten Begräbnisplätze sind seit 1953 der Standort des Messegeländes. Der Rundgang befasst sich mit den verschiedenen Nutzungen dieses Geländes, wobei die Botanik im Hintergrund steht.