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  Rundgänge 2010  
  Rundgänge nach Terminen sortiert       Unsere Rundgänge zum Download als PDF-Datei.  
 
 
So., 4. Juli, 11 Uhr
So., 19. September, 11 Uhr
 

St. Pauli von A - Z

Geschichte und Gegenwart eines einzigartigen Stadtteils
Treff: St. Pauli-Archiv, Wohlwillstr. 28
So., 13. Juni, 11 Uhr
So., 22. August, 11 Uhr
 

St. Lustig und St. Liederlich

Vorder- und Hintergründiges entlang der Reeperbahn
Treff: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn
Fr., 2. April, 15 Uhr
Sa., 27. Juni, 15 Uhr
Sa., 12. September, 15 Uhr
So., 3. Oktober, 15 Uhr
 

... und abends in die Flora

Aktuelles und Historisches zwischen Wasserturm, Schlachthof und Flora
Treff: S-Bahn Sternschanze, Ausgang Schanzenstraße
Sa., 22. Mai, 14 Uhr
Sa., 19. Juni, 14 Uhr
Sa., 11. September, 14 Uhr
 

"Reclaim your Vorstadt"

Initiative gegen die Vermarktung St. Paulis von der Schanze bis zur Reeperbahn
Treff: vor dem Haus Ludwigstraße 11
Mi., 14. Juli, 15 Uhr
Mi., 15. September, 15 Uhr
 

Mörderisches St. Pauli

Der Blick auf unseren Stadtteil in der (Kriminal-)Literatur
Treff: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Reeperbahn
Sa., 24. April, 14 Uhr
Sa., 7. August, 14 Uhr
 

Boomtown St. Pauli

Zur Gentrifizierung in St. Pauli-Süd
Treff: Hein-Köllisch-Platz 12 (vor dem Kölibri)
Mi., 12. Mai, 17 Uhr
 

Branntwein, Bibeln und Bananen

Hamburgs Kolonialgeschichte I: Von der Börse zur Speicherstadt
Treff: vor dem Haupteingang des Rathauses
(in Kooperation mit Werkstatt 3 e.V., Hafengruppe)
Mi., 2. Juni, 17 Uhr
 

Zwischen Völkerschau und Tropeninstitut

Hamburgs Kolonialgeschichte II: Am Hafenrand zwischen St. Pauli und Neustadt
Treff: St. Pauli-Landungsbrücken, Uhrturm
(in Kooperation mit Werkstatt 3 e.V., Hafengruppe)
Sa., 29. Mai, 14 Uhr
Sa., 28. August, 14 Uhr
 

Daheim in der Fremde

Einwanderung in St. Pauli und Altona
Treff: Hauptkirche St. Trinitatis Altona, Kirchenstraße
(in Kooperation mit Werkstatt 3 e.V.)
So., 18. April, 15 Uhr
So., 6. Juni, 15 Uhr
Sa., 24. Juli, 15 Uhr
Sa., 7. August, 15 Uhr
 

Nur noch Messe, Mode und Moneten????

Wohnen und Arbeiten im Karolinenviertel
Treff: U-Bahn Messehallen, Ausgang Karolinenstraße
Do., 3. Juni, 18 Uhr
 

Von Engeln und anderen widerständigen Kräften

Auf Entdeckungstour rund um die St. Pauli-Kirche
Treff: Hein-Köllisch-Platz, Ecke Hamburger Hochstraße
Mi., 5. Mai, 17 Uhr
Mi., 1. September, 17 Uhr
 

Friedhof, Tierpark, Gartenschau

Zur wechselvollen Geschichte von Planten un Blomen
Treff: Planten un Blomen, Eingang Stephansplatz (Eisladen)
Do., 5. August, 18 Uhr
 

Altonaer und St. Pauli-Fischmarkt

Schauplatz einer Jahrhunderte alten Konkurrenz
Treff: Historischer Brunnen auf dem Altonaer Fischmarkt
 
Kosten für alle Rundgänge: 7,- € (ermäßigt 4,- €), Anmeldung ist nicht erforderlich!
Neben den festen Terminen werden alle Rundgänge - bei Bedarf auch zu anderen Themen - auch nach Vereinbarung durchgeführt.
Fragen Sie uns an!
Hafenrundfahrten und weitere spannende Rundgänge macht die Hafengruppe Hamburg.

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Stationen und Themen des Rundgangs:

• die Wohlwillstraße als Beispiel für Arbeiterwohnungsbau in St. Pauli ab den 1860er Jahren
• ehem. Grenzgang an der Paul-Roosen-Straße
• ehem. Jüdisches Krankenhaus an der Simon-von-Utrecht-Straße
• Schmuckstraße mit ehem. "Chinatown"
• Große Freiheit
• altes und neues Vergnügen rund um die Reeperbahn und Spielbudenplatz
• Davidstraße und Herbertstraße
• Bavaria-Quartier u.a.m.
Wenn es nicht gerade mal wieder Live-Übertragungen von Fußballsspielen auf Großleinwänden sind, sind es die vielen Theater-, Musical- und Konzertangebote, die seit einigen Jahren wieder Menschenmassen auf die Reeperbahn und den Spielbudenplatz locken.
Der Rundgang führt vom Millerntor bis zur Großen Freiheit und erzählt von der glanzvollen Theater- und Kulturgeschichte vergangener Tage und von heutigen Vergnügungsangeboten. Bei Tageslicht offenbart sich aber auch das andere Gesicht der vermeintlich bekannten Meile, das sich nicht hinter grellen Fassaden verstecken kann. Ein Blick in die Nebenstraßen vermittelt einen Eindruck in die Wohnquartiere, die sich unmittelbar an das "lustige" und "liederliche" Vergnügungsviertel anschließen.
Auch wenn das Schanzenviertel nun offiziell nach Altona eingemeindet wurde, führt das St. Pauli-Archiv weiterhin regelmäßig durch dieses vielseitige und spannende Quartier, das heute dank umfangreicher Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen als "Trendviertel" gehandelt wird. Der Rundgang befasst sich u.a. mit der Geschichte des Wasserturms und seiner heutigen Nutzung als Nobelhotel sowie mit den (immer noch aktuellen) Auseinandersetzungen um den Erhalt der Roten Flora. Dabei geht es auch um den Strukturwandel am Schulterblatt und in der Schanzenstraße sowie um die veränderte Nutzung des Schlachthofgeländes.
Schon seit Jahrzehnten dient St. Pauli als malerischer oder verruchter Schauplatz für Film- und Fernsehproduktionen. Doch auch die Literatur lässt zunehmend ihre Protagonisten in unserem Stadtteil aktiv werden. Mit mehr oder weniger blutigem Ausgang verbringen diese ein "St. Pauli-weekend" (Gerlach) oder eine lange "St. Pauli-Nacht" (Göhre). Meist sind es mehr oder weniger ernsthafte Kriminalromane, deren Handlungsstränge zwischen Elbe und Heiligengeistfeld verlaufen. Auch die stetig wachsende Zahl historischer Hamburg-Romane kommen selten ohne wenigstens eine St. Pauli-Szene aus. Und nicht nur für SchriftstellerInnen und DrehbuchautorInnen fiktiver Geschichten unserer Tage - bereits die Verfasser von Reisebeschreibungen vergangener Jahrhunderte kamen (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht an St. Pauli vorbei.
Was macht den besonderen Reiz dieses Viertels für AutorInnen aus? Wie ist ihr Blick auf unseren Stadtteil?
Der Rundgang wird sozusagen als "Wander-Lesung" verschiedene Schauplätze der St. Pauli-Literatur aufsuchen. Vor Ort wollen wir den Blick zwischen literarischer Vorlage und Realität schweifen lassen und versuchen, das durch die Lektüre vermittelte St. Pauli-Bild zu überprüfen. Natürlich ohne dass der Lese-Spaß dabei auf der Strecke bleibt!
Brauquartier. Tanzende Türme, Spielbudenplatz. Empire Riverside, Eigentumswohnungen. Maklerpoesie.
Die Mieten steigen - St. Pauli ist nicht mehr für alle da. Die Gentrifizierung ist auch in St. Pauli seit 25 Jahren wirksam. Der Rundgang beschreibt St. Pauli-Süd im Wandel vom "sozialen Brennpunkt"
zum "Boomtown".
Als "Tor zur Welt" wurde Hamburg mit seinem Hafen im 19. Jahrhundert zur Metropole des deutschen Kolonialreichs in Übersee.
Zwischen City und Hafenrand erzählen die Börse, alte Speicher, Kontorhäuser, Hafenanlagen, Kirchen und Denkmäler Geschichten von Schnapsexporten nach Afrika, von hanseatischer Kanonenbootpolitik, von "Deutschen Kamerunbananen" und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in "Deutsch-Südwestafrika".
Englische Tuchimporteure, portugiesische Zuckerbarone und preußische Sklavenhändler machten Hamburgs Neustadt seit dem 17. Jahrhundert zur Drehscheibe im aufblühenden Welthandel. Später wurde auch die benachbarte Vorstadt St. Pauli von Hamburgs Entwicklung zum "Tor zur Welt" erfasst.
Tropeninstitut und Deutsche Seewarte siedelten sich auf der "Hafenkrone" an, am Spielbudenplatz und auf dem "Dom" wurden exotische Fantasiewelten inszeniert. Bismarckdenkmal und eine Gedenktafel im Michel unterstrichen Hamburgs Rolle als Kolonialmetropole. Vom "Hafenbüro" in der Neustadt aus organisierten aber auch schwarze Seeleute den internationalen Kampf gegen Rassismus und Ausbeutung.
Die Entwicklung Altonas zur zweitgrößten dänischen Stadt, St. Paulis Ruf als berühmtester Hamburger Stadtteil: Mehr als 400 Jahre Einwanderung haben hier Spuren hinterlassen.
Ob chinesische Matrosen im "China Town" nahe der Grenze nach Altona oder Religionsflüchtlinge wie z.B. die Mennonitengemeinde in der Großen Freiheit - MigrantInnen aus aller Welt haben diesen beiden Orten ihren Stempel aufgedrückt.
Zwischen Königstraße, Paul-Roosen-Straße und Elbufer geht dieser Rundgang der Einwanderungsgeschichte und -gegenwart nach.
150 Jahre Karolinenviertel zwischen Angesagt und Ausgestoßen

Die Messeerwei-terung, trendige Läden, schön sanierte Hinterhöfe und etablierte Wohnprojekte machen "Das Karo" aktuell zu einem der angesagtesten Stadtteile. Gleichzeitig finden wir Spuren aus zwei Jahrhunderten Geschichte. Waren es früher der Schlachthof, Paradeaufmärsche und Einrichtungen höherer Gefahrenstufen, die den Stadtteil prägten, so sind es heute der Dom, die Messen und andere Events - lauter Nutzungen, die die Stadt Hamburg seit Jahrhunderten aus ihrem Kernstadtbereich auslagerte.

Stationen und Themen des Rundgangs:
• Gnadenkirche und Karolinenplatz
• Wohnprojekte
• Wohnhöfe, Terrassen und Passagen, Budenreihe in der Marktstraße
• Schlachthof und alte Rinderschlachthalle
• Messe
St. Pauli-Süd, zwischen der sündigen Meile Reeperbahn und dem Hafen gelegen – in diesem alten Arbeiterviertel gab es immer "Engel", die sich für die Menschen und das Viertel einsetzten. Einfallsreich trotzten sie den Verhältnissen. Manche wurden berühmt, andere wurden lange verkannt oder sind vergessen. Kommen Sie mit auf eine zweistündige Spurensuche zu Hein Köllisch, Bertha Kayser und Clemens Schultz und lassen Sie sich überraschen von heutigen kreativen Ideen und erfolgreichem Widerstand zum Wohl aller Anwohnerinnen und Anwohner rings um die St. Pauli-Kirche.
Die Grünanlage Planten un Blomen hat eine wechselvolle Geschichte anzubieten: 1713 wurden hier Pestfriedhöfe angelegt und ab 1794 verlegten auch die Hamburger Pfarrkirchen ihre Begräbnisplätze vor die Wälle. Ein letztes Relikt dieser Zeit ist die "St. Petri Todtencapelle" an der St. Petersburger Straße. 1861 eröffnete der Zoologische Garten, der sich auf diesem Gelände bis zum Ersten Weltkrieg hielt. Mit der "Niederdeutschen Gartenschau" 1935 wurde dieses Gebiet als öffentliche Grünanlage neu gestaltet und erhielt den Namen Planten un Blomen. Und die alten Begräbnisplätze sind seit 1953 der Standort des Messegeländes. Der Rundgang befasst sich mit den verschiedenen Nutzungen dieses Geländes, wobei die Botanik im Hintergrund steht.
Der Hamburger Fischmarkt - heute bekannt als Touristenattraktion, über die Minerva auf ihrem Brunnen wacht. Wussten Sie, dass hier früher die Städte Altona und Hamburg ihren Wettstreit um die Vorherrschaft im Fischereiwesen und Fischgroßhandel, als Fischereihafen austrugen? Zwei große Fischauktionshallen dicht nebeneinander kündeten noch bis in die 1970er Jahre davon, die eine auf altem Hamburger Gebiet, die andere – inzwischen restaurierte – in Altona. Unter sachkundiger Führung entdecken Sie verborgene Spuren der beiden Fischmärkte, hören Geschichten aus ihrer Entwicklung und von Fabriken und Gewerbebetrieben am Hafenrand, von mancher Altonaer und Hamburger "Abrissgeschichte". Auch die spannende Odyssee der Minerva, die bereits 1742 zum ersten Mal über den Altonaer Fischmarkt wachte, kommt auf diesem Feierabendspaziergang nicht zu kurz.